PROXIDRUGS

Logo PROXIDRUGS
© PROXIDRUGS
Logo PROXIDRUGS

Das Zukunftscluster PROXIDRUGS plant, innovative Therapien für ein breites Spektrum humaner Erkrankungen zu entwickeln. Im Zentrum der Strategie steht ein Wirkmechanismus, der krankheitsverursachende Proteine und andere schädliche zelluläre Strukturen gezielt entsorgt.

Das gelingt mit „proximity-inducing drugs“ – durch räumliche Nähe aktivierten Arzneimitteln. Diese Wirkstoffe binden zielgerichtet an das schädliche Protein und an ein spezifisches Enzym. Einmal zusammengebracht, markiert das Enzym das krankheitserregende Protein für den Abbau im zellulären Entsorgungssystem.

Dieses Verfahren hat viele Vorteile: Proxidrugs sind hoch spezifisch, wirken bereits in geringen Dosen und können vor allem auch solche Ziele angreifen, für die es bislang keinen therapeutischen Zugang gab – und das sind geschätzt ca. 80% aller schädlichen Proteine. Noch steht die Entwicklung dieser Medikamentenklasse am Anfang. Der Zukunftscluster PROXIDRUGS macht dieses Wirkprinzip systematisch nutzbar, um bessere Therapien für onkologische, entzündliche, infektiöse, kardiovaskuläre und neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln. Involviert in die Umsetzung sind Partner aus Grundlagen-, klinischer und anwendungsorientierter Forschung im Rhein-Main-Gebiet.

Die Partner bringen sämtliche hierfür benötigte interdisziplinäre Expertise mit. Durch die enge Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen können alle wichtigen Schritte der Wertschöpfungskette bis zur präklinischen Medikamentenentwicklung abgebildet und ein zügiger Technologietransfer gewährleistet werden.

Die Weichen für die Entstehung von PROXIDRUGS legte 2019 der vom BMBF ausgerufene Wettbewerb Clusters4Future. PROXIDRUGS schaffte es in einem mehrstufigen Auswahlverfahren 2020 zunächst in die bereits geförderte Konzeptionsphase des Wettbewerbs und wurde zu Beginn 2021 schließlich als einer von sieben Zukunftsclustern ausgewählt. Seit Oktober 2021 befindet sich PROXIDRUGS in der Förderung einer ersten dreijährigen Umsetzungsphase.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Ivan Đikić
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main
T + 49 69 6301 5652

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen