Schleswig-Holstein

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Schleswig-Holstein

Ziel der Clusterpolitik in Schleswig-Holstein ist, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im gemeinsamen Handeln zu vernetzen. Es geht darum, Wissen und Kompetenzen zu transferieren, gemeinsame Ideen und Anliegen voranzubringen sowie technologie- und branchenübergreifend Innovationspotenziale zu entwickeln, um neue Wertschöpfung in Schleswig-Holstein zu generieren. In diesem Sinne unterstützt die Landesregierung Schleswig-Holstein Clustermanagements gezielt in Zukunft- und Wachstumsbranchen, in denen das Land bereits stark ist. Die Clusterförderung dient daher auch der Umsetzung der „intelligenten Spezialisierung“ der Regionen in Europa. Die strategische Basis für die ausgewählten Spezialisierungsfelder bildet die „Regionale Innovationsstrategie Schleswig-Holsteins“.

Clusteragentur Schleswig-Holstein

Die unabhängige Clusteragentur Schleswig-Holstein unterstützt in Abstimmung mit der ministeriellen Steuerung alle vom Land Schleswig-Holstein geförderten Clustermanagements. Die Unterstützung reicht von der strategischen Entwicklungsberatung über die Organisation von Weiterbildungsangeboten bzw. Ausrichtung clusterübergreifender Veranstaltungen bis hin zur Verbesserung der Sichtbarkeit der Clusteraktivitäten. Eine Übersicht zur Clusterpolitik Schleswig-Holsteins, zu den Aufgaben der Clusteragentur und den Tätigkeitsbereichen der Clustermanagements erhalten Sie unter www.cluster-sh.de.

Clustermanagements in Schleswig-Holstein

IT, Medien, Design – DiWiSH

Digitalisierung, Industrie 4.0, Wissensgesellschaft – moderne Volkswirtschaften sind ohne Informations- und Kommunikationstechnologie undenkbar. Als Querschnittstechnologien beflügeln diese Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit in anderen Branchen. Derzeit engagieren sich rund 170 Unternehmen in diversen Clusteraktivitäten, insbesondere den DiWiSH-Fachgruppen. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der Softwareentwicklung. Das Clustermanagement bündelt die Informatikkompetenzen der Universitäten Kiel und Lübeck. Es fördert den Wissens- und Technologietransfer – insbesondere der automatisierten Softwarekonstruktion und -modernisierung – in die Wirtschaft. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Integration von Designkompetenzen. Designbezogene Ideen und Konzepte werden vor allem durch die Verbindung mit Hart- und Softwareexpertise zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor, wenn es um die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte geht. Designprozesse liefern zudem Vorlagen für erfolgreiche Innovationsprozesse.

Ernährungswirtschaft – foodRegio

Die Ernährungswirtschaft hat in Schleswig-Holstein eine lange Tradition und gehört mit zur wichtigsten Branche des verarbeitenden Gewerbes. Das 2005 in der Region Lübeck gegründete Branchennetzwerk zielt landesweit darauf ab, den Ernährungsstandort nachhaltig zu stärken. Dafür werden fast 70 Unternehmen betreut und gezielt auch neue Mitglieder akquiriert. Die in den Arbeitskreisen behandelten Themen reichen von Beschaffung und Logistik über Innovationen, Qualität und Zertifizierung bis hin zu Verpackungs-, Markt- und Kommunikationsfragen. Innovative Projekte und Kampagnen befördern das Image und die Sichtbarkeit der Unternehmen für Fachkräfte. Wissenschaftliche Forschungseinrichtungen bringen anwendungsorientierte Kompetenzen in das Netzwerk ein.

Erneuerbare Energie – EE.SH

Die erneuerbaren Energien mit den Bereichen Windenergie, Biomasse und Fotovoltaik sind im Energiewendeland Schleswig-Holstein ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz identifiziert das Clustermanagement Kompetenzen sowie Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Hochschulen und Forschungseinrichtungen. So bekommen auch kleine Firmen die Chance, Ideen für Innovationen umzusetzen. Im Fokus der EE.SH-Aktivitäten stehen u. a. neue Speichertechnologien, die Sektorenkopplung und die Entwicklung umfassender Energie- und Mobilitätskonzepte.

Life Sciences – LSN

Das Cluster Life Science Nord bündelt in Hamburg und Schleswig-Holstein Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, -kliniken und spezialisierte Dienstleistungen aus den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik. Zusammen mit dem Verein Life Sciences Nord e. V. vertritt das Clustermanagement die Interessen von mehr als 220 Mitgliedern. Besondere Merkmale des Clusters sind eine breite Unternehmensbasis und vollständige Wertschöpfungsketten. Die Kliniken erarbeiten Informationen zu den medizinischen Bedarfen und Herausforderungen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickeln, oft in Kooperation mit Unternehmen, vielfältige Technologien und Lösungsansätze. Diese werden in klinischen Studien getestet und von den Unternehmen zu marktfertigen Endprodukten weiterentwickelt. Die Realisierung und Produktion erfolgt unter Einbindung von Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen.

Maritime Wirtschaft – MCN

Die Geschäftsstelle Schleswig-Holstein des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) stärkt seit mehr als zehn Jahren die Zusammenarbeit der maritimen Wirtschaft und arbeitet aktiv in Bereichen wie Schiffbau und Schiffbauzulieferindustrie, Meerestechnik oder maritime Technologien für Offshore-Wind. Als länderübergreifendes Netzwerk in einem Fünf-Länder-Verbund verbindet das MCN rund 330 Mitglieder aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Der Mix aus den unterschiedlichen maritimen Sektoren, die intensive Betreuung der Unternehmen sowie deren thematische Bündelung in Fachgruppen fördern den Dialog und ebnen den Weg für gemeinsame Projekte und Innovationen.

Tourismus-Cluster Schleswig-Holstein

Die Kernaufgaben des Clustermanagements Tourismus sind neben Monitoring und Controlling vor allem die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sowie die nachhaltige Entwicklungsförderung des Tourismus. Kleine und mittelständische Unternehmen sind das Herz der touristischen Landschaft Schleswig-Holsteins. Unter dem Begriff „GastgeberWerft SH“ gibt das Clustermanagement diesen Betrieben konkretes Handwerkszeug für die Stärkung ihrer Geschäfte an die Hand. Aktivitäten umfassen regionale Informationsveranstaltungen zu Themen wie Unternehmensstrategie, veränderte Kundenansprüche, neue Vermarktungskanäle und mehr.

(aktualisiert im April 2017)