Freie und Hansestadt Hamburg

Innovationspolitik mit Technologie-, Gründer- und Clusterförderung in Hamburg

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Die Innovationspolitik des Senats stützt sich auf die gemeinsam von der Hamburger Politik mit Wirtschaft und Wissenschaft betriebene InnovationsAllianz für Hamburg. Ziel dieser Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für Innovationen zu verbessern und Hamburg mit seiner Metropolregion bis zum Jahr 2020 zu einer der führenden Innovationsregionen in Europa zu entwickeln. Die Regionale Innovationsstrategie 2020 Hamburgs wird in der Allianz gemeinsam mit den Innovationsakteuren entwickelt, ausgerichtet und umgesetzt.

Schwerpunkte sind u. a. die Entwicklung des Innovationsstandortes Hamburg in den fünf strategischen Ansatzpunkten Vermarktung – InnovationsKlima, Bildung, Vernetzung – Transfer, Infrastruktur und Innovationsfördersystem.

Die Basis der Strategie bilden die Hamburger Cluster in den Bereichen Life Sciences, Logistik, Luftfahrt, Medien & IT, erneuerbare Energien, Gesundheitswirtschaft, Kreativwirtschaft, maritime Wirtschaft sowie Finanzwirtschaft, die innerhalb der InnovationsAllianz als strategische Spezialisierungsfelder im Sinne einer Smart Specialisation Strategy agieren.

Ein besonderer Erfolg Hamburgs ist die gelungene Bewerbung auf eine Ausschreibung der Europäischen Kommission zur Auswahl von sechs Modellregionen für moderne Clusterpolitik. Das Ziel Hamburgs ist die systematische Entwicklung von Clusterbrücken (Cross-Clustering). Damit soll das Innovations- und Wertschöpfungspotenzial in den Überschneidungsfeldern zwischen den Clustern zukünftig besser erschlossen werden.

Zur Schaffung und Förderung von Technologiezentren ist unter dem Dach der InnovationsAllianz Hamburg eine Initiative gegründet worden, die in Hamburg sukzessive ein Netz von Forschungs- und Innovations-Parks (FuI-Parks) zu ausgesuchten Themenschwerpunkten etablieren soll. Bei FuI-Parks handelt es sich um Einrichtungen und Gewerbeflächen für den Technologie- bzw. Wissenstransfer, in denen Wirtschaft und Wissenschaft anwendungsorientiert forschen und entwickeln. Aktuelle Beispiele sind das Technologiezentrum EnergieCampus Bergedorf, das Innovationszentrum (Inkubator) Bahrenfeld und der InnovationsCampus for Green Technologies Harburg.

Zur Gründungsförderung soll eine Gründungsplattform geschaffen werden, mit der neue Impulse für wissensbasierte Gründungen aus dem Umfeld von Hochschulen bzw. von Spin-off-Gründungen erreicht werden sollen. Dazu ist auf Basis vorhandener Strukturen ein Unterstützungskonzept zu entwickeln, das unterschiedliche gründungsrelevante Themen wie z. B. unternehmerische Motivation, Technologie- und Ideen-Scouting, Vernetzung und Finanzierungsmöglichkeiten aufgreift.

Folgende weitere Maßnahmen zur Innovationsförderung wurden aufgelegt:

  • Am 1. August 2013 wurde die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) als zentrales Förderinstitut der FHH gegründet. Ziel der IFB Hamburg ist es unter anderem, das wirtschaftsfreundliche Umfeld Hamburgs weiter zu stärken sowie etablierte und neue Unternehmen langfristig von der Hansestadt als zentralem Innovations- und Wirtschaftsstandort zu überzeugen und zu fördern.

  • Das Programm für Innovation (PROFI) der IFB fördert Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung mit bis zu 500.000 Euro pro Projekt. Durch die Förderung sollen die Unternehmen schneller mehr wirtschaftliche Produkt- und Prozessinnovationen entwickeln und die FuE-Netzwerke zwischen Unternehmen untereinander sowie zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gestärkt werden.

  • Der Innovationsstarter Fonds Hamburg ist ein Beteiligungsfonds, der jungen, innovativen und kapitalintensiven Unternehmen in der Gründungsfrühphase eine Förderung von bis zu einer Million Euro je Beteiligung ermöglicht. Ziel des Fonds ist es, aussichtsreichen innovativen Unternehmen das in der Frühphase dringend benötigte Eigenkapital zur Verfügung zu stellen.

  • Als Ergänzung zum Beteiligungsfonds wurde 2013 das Förderprogramm InnoRampUp aufgelegt. Gefördert werden innovative Existenzgründungen und junge Unternehmen in der Pre-Seed- und Seed-Phase mit bis zu 150.000 Euro pro Vorhaben.

  • Die Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg ist das erste Vorhaben, das auf Basis der Leitlinien der InnovationsAllianz umgesetzt worden ist. Diese Einrichtung sorgt dafür, dass Hamburger Unternehmen Zugang zu Hochschulen und Wissenschaft haben. Dazu kooperiert die IKS eng mit den weiteren Hamburger Transfereinrichtungen.


(aktualisiert im September 2016)