Brandenburg

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Das Land Brandenburg setzt auf leistungsfähige Netzwerke, strategische Allianzen und den zielgerichteten Ausbau von Forschungsverbünden – einschließlich neuer Formen institutioneller Vernetzung und struktureller Kooperation.

Mit „Joint Labs“ als besonderem Kooperationsmodell zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist Brandenburg sehr erfolgreich. Brandenburg ist darüber hinaus in den Leibniz-Forschungsverbünden mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) als Koordinator des Verbundes „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ sowie dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) als Koordinator des Verbundes „Historische Authentizität“ sowie einer Vielzahl weiterer Beteiligungen außerordentlich präsent.

Die Einrichtung von Wissenschafts-Campi unter der Federführung von Brandenburger Leibniz-Instituten wird vorbereitet. Ein künftiger Wissenschafts-Campus unter der Federführung des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP), Frankfurt (Oder), gemeinsam mit der BTU Cottbus-Senftenberg und weiteren Partnern adressiert Anforderungen an Materialien, Technologien, Schaltkreise und Systeme für zukünftige hochintegrierte Elektronik.

Dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Bereich Polymermaterialien und Composite (PYCO), werden im Rahmen des Fraunhofer-Kooperationsprogramms mit Fachhochschulen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der TH Wildau (über Einrichtung einer Fachhochschul-Professur) auf dem Gebiet der Thermosets im Leichtbau zur Erschließung gemeinsamer Potenziale für den Innovationsprozess eröffnet.

Mit der Initiative Landwirtschaft 4.0 besetzen vier Leibniz-Institute aus Brandenburg ein innovatives Zukunftsthema (ATB, IGZ, IHP, ZALF).

Das nach Entscheidung des BMBF in 2015 für weitere fünf Jahre geförderte Zentrum für Innovationskompetenz (innoFSPEC) in Potsdam (AIP und UP) hat das Ziel, sich durch exzellente Grundlagenforschung und innovative Technologielösungen für Fasersensorik und Vielkanalspektroskopie zu einem international führenden Zentrum auf diesem Gebiet zu entwickeln.

Durch die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) des Bundes und der Länder werden zum Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskompetenz in den einzelnen Branchen GRW-Netzwerke gezielt gefördert, die Unternehmen wie auch Wissenschaftseinrichtungen umfassen. Die regionale Schwerpunktsetzung und intelligente Spezialisierung hat für das Land Brandenburg hohe Priorität und erfolgt länderübergreifend im Rahmen der Gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg (innoBB). Schwerpunkt ist hierbei die Weiterentwicklung der folgenden fünf für die gesamte Region besonders relevant eingeschätzten Cluster: Gesundheitswirtschaft/Energietechnik/Verkehr, Mobilität und Logistik/IKT, Medien und Kreativwirtschaft/Optik. Zusätzlich werden die Potenziale in den vier brandenburgspezifischen Clustern Ernährungswirtschaft, Kunststoffe und Chemie, Metall sowie Tourismus entwickelt (innoBB plus). Die Umsetzung von innoBB plus wird insbesondere aus Mitteln des EFRE im Rahmen des Schwerpunktes „Innovation“ im Operationellen Programm 2014–2020 unterstützt.

(aktualisiert im September 2016)