Meldung
08.02.2018

Technology Mountains: Millionen-Impuls für die Digitalwirtschaft in der Region

Konsortium „Digital Mountains” erhält Förderzusage für Etablierung eines „Digital Hub”: Mehr als zwei Millionen Euro sollen in Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie in Firmengründungen fließen

Das Konsortium „Digital Mountains” der Clusterinitiativen Technology Mountains und Medical Mountains hat für die Etablierung eines „Digital Hub” eine Förderzusage erhalten: Mehr als zwei Millionen Euro sollen bis 2020 in Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie in Firmengründungen fließen. Als einer von insgesamt nur zehn „Digital Hubs” (Zusammenschluss zur besseren Vernetzung der Digitalwirtschaft) in Baden-Württemberg hat das Konsortium den Zuschlag erhalten. Mit rund einer Million Euro wird das Land das Konsortium „Digital Mountains” unterstützen.

Vertreter des Konsortiums „Digital Mountains“ nahmen von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (3. von rechts) die Förderauszeichnung entgegen.
Vertreter des Konsortiums „Digital Mountains“ nahmen von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (3. von rechts) die Förderauszeichnung entgegen.
© Digital Mountains
Technology Mountains: Millionen-Impuls für die Digitalwirtschaft in der Region

„Wir können jetzt einen großartigen Impuls für die digitale Wirtschaft in der Region lancieren”, freute sich Martin Friedrich, Geschäftsführer der St. Georgener Technologiezentrum GmbH und zukünftig auch Manager des neuen Digital Hub unter dem Namen „Digital Mountains”: Das Projekt ist darauf ausgerichtet, für Fragestellungen und Vorhaben im digitalen Umfeld vorhandene Ressourcen in der Region zugänglich zu machen und neue Möglichkeiten zu schaffen.

Mit rund einer Million Euro wird das Land das Konsortium „Digital Mountains” unterstützen, das sich erfolgreich um die Förderung eines „Digital Hub” in der Region beworben hat: Im Rahmen des „Digitalgipfels 2018” am Montag in der Stuttgarter Carl Benz Arena erhielt der Zusammenschluss von 28 Institutionen und Unternehmen die Förderzusage von Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Kernthemen sind dabei Ideen aus den Bereichen 3D, virtuelle Realität und Augmented Reality (erweiterte Realität) sowie cyber-physische Systeme. Das im Technologie-Zentrum in St. Georgen angesiedelte Hub-Management ist zentraler Ansprechpartner für alle Interessenten, die ein entsprechendes Vorhaben entwickeln und realisieren wollen: Profitieren sollen davon sowohl Gründer als auch aktive bestehende Unternehmen. Martin Friedrich als Hub-Manager wird Anfragen entsprechend ihres Charakters an die im Konsortium engagierten Partner weiterleiten. Diese haben sich im Vorfeld untereinander bereits auf ihre Kompetenzbereiche hin abgestimmt. In den drei großen Feldern Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie Gründung sind insgesamt 28 Partner unterschiedlichster Ausprägung aktiv: Federführend unter den Konsortialpartner sind dabei die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und Technology Mountains e. V. (Villingen-Schwenningen), die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. (Villingen-Schwenningen), die Baden-Württemberg: Connected e. V. (Stuttgart) sowie die PE-Stiftung in St. Georgen.

St. Georgen wird auch zentraler Anlaufpunkt von Digital Mountains sein: Denn die im dortigen Technologiezentrum (TZ) bereits intensiv ausgebaute digitale Infrastruktur soll noch weiter ergänzt werden, unter anderem durch die Einrichtung sogenannter Kollaborationsräume und eines „Digital Incubator“, also einem Raumangebot für Gründungswillige, die hier Büros und technische Infrastruktur für ein halbes Jahr kostenlos nutzen können. Etabliert werden soll an diesem Standort auch ein physisches Labor für die Entwicklung cyber-physischer Systeme, also von Produkten, die dank ihrer Konstruktion und Programmierung mit ihrer Umwelt interagieren können.

Doch nicht nur Raum- und Technologie-Ressourcen sollen es potenziellen Gründern erleichtern: Auch eine „360 Grad-Betreuung” zu allen Aspekten einer Unternehmensgründung mit einem passenden Veranstaltungsprogramm soll Gründungen und Start-ups auf dem digitalen Sektor in der Region massiv unterstützen. „Hier gibt es noch massiven Aufholbedarf”, wie Martin Friedrich erklärt: „Im Landesvergleich hat der Technologie-getriebene Wirtschaftsraum Schwarzwald-Baar-Heuberg im Bereich Digitalwirtschaft noch viel Potenzial.”

Bis 2020 sollen daher über zwei Millionen Euro in Maßnahmen fließen, welche die Entwicklung und die bessere Vernetzung der Branche untereinander im Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg stark voranbringen sollen. Rund 900.000 Euro steuert das Land Baden-Württemberg als Förderung bei, der weitere Betrag von knapp 1,26 Millionen Euro soll aus Leistungen und Investitionen der Konsortialpartner sowie aus Drittmitteln einfließen.

Konsortium „Digital Mountains”

Das Konsortium „Digital Mountains” ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Institutionen mit Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen der digitalen Technologien. Die durch eine Absichtserklärung verbundenen Konsortialpartner bringen ihre technologischen Möglichkeiten und ihr Know-how in „Digital Mountains” ein, um einerseits eine nachhaltige Vernetzung der kleinteiligen Digitalindustrie-Strukturen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg für Synergien zu erzielen. Andererseits soll dieses Netzwerk aus unterschiedlichsten Möglichkeiten (von der Software-Entwicklung über den Einsatz von virtueller oder digital erweiterter Realität bis hin zur Entwicklung von cyber-physischen Systemen) dazu genutzt werden, um Gründungen im digitalen Bereich zu ermöglichen und zu fördern.