Meldung
24.11.2017

Cluster Mechatronik & Automation: Nachhaltige Internationalisierung – Lebendige Mitgliederbrücke von und nach Japan

Die 2011 begonnene Kooperation mit der Nachbarstadt von Tokio, Saitama, wird weiterhin intensiv bemüht. Mehrere Clustermitglieder nutzten in der Zwischenzeit die Verbindung, um eine Verkaufsniederlassung in dem fernöstlichen Land zu starten, einen geeigneten technologischen Partner zu finden, japanische Technologie zu nutzen oder ihr Sortiment durch japanische Produkte zu ergänzen. Die beiden Brückenpfeiler bestehen aus dem bayerischen Cluster Mechatronik & Automation, hier begleitet Clustermanager Rüdiger Busch die Kontakte seit vielen Jahren, und der Saitama City Foundation for Business Creation, einer Organisation zur Wirtschaftsförderung mit einer dreistelligen Mitarbeiterzahl. Saitama ist eine japanische Millionenstadt bzw. eine gleichnamigen Präfektur mit 7,5 Mio. Einwohnern.

Delegationsbesuch des Clustermitglieds FAPS
Delegationsbesuch des Clustermitglieds FAPS
© Cluster Mechatronik & Automation e. V.
Cluster Mechatronik & Automation: Nachhaltige Internationalisierung – Lebendige Mitgliederbrücke von und nach Japan

Im September 2017 wurde in Augsburg und München eine Summer School abgehalten, in der junge Manager und künftige Firmenchefs aus Japan, Italien und Deutschland eine internationale Kooperation auf Basis vorgegebener Technologie üben dürften.

Vom 5. bis 11. November 2017 erfolgte ein Delegationsbesuch des Clustermitglieds FAPS Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssytematik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, vertreten durch Sebastian Reitelshöfer, und des Clustervorstands Karl-Heinz Heinz John auf Einladung der Japaner.

Bei mehreren Besuchen in Produktionsbetrieben war das Thema „Einführung der Industrie 4.0 bei KMUs”. Deutschland wird als Vorreiter in der Welt gesehen; die sehr offenen Gespräche zeigten, dass sich beide Märkte mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sehen.

Auf der Technologiemesse BIZ Saitama waren die Clustermitglieder Wieland und Baumüller vertreten. Joachim Weißenberger, Sales Director International bei Baumüller, präsentierte in der parallel stattfinden Vortragsreihe den Einsatz von Predictive Maintenance in Baumüller Systemen. Herr Reitelshöfer stellte die neuesten Forschungsprojekte am FAPS vor: Schwerpunkt ist der Einsatz von Robotern in der Produktionstechnik, aber auch Projekte mit direkter Unterstützung von Menschen im täglichen Leben. FAPS forscht hier in enger Kooperation mit fränkischen Industriefirmen. Herr John referierte über die deutsche Sicht auf die I 4.0 mit dem Ziel, den Mythos dieses Begriffs auf die praktischen Erfahrungen und die aktuellen Aktivitäten in Deutschland zu projizieren.

Abschluss war ein Treffen mit Prof. Keiichi Watanuki, Leiter des Advanced Institute of Innovative Technology of Saitama University. Ziel seiner Arbeit ist die Forschung in sehr lebensnahen Gebieten, z.B. intelligente Unterstützung im Kraftfahrzeug oder Untersuchung von Ermüdungsfaktoren und deren Bekämpfung durch geeignete Lichtquellen.

FAPS und das japanische Institut forschen hier an ähnlichen Themen, weshalb auch über konkrete Forschungsvorhaben diskutiert wurde. Eine Präsentation vor Studenten, Industrievertretern und Vertretern der Stadt über Hochtechnologiethemen in Franken durch Herrn Reitelshöfer sowie eine Diskussion über Vorteile, aber auch Unterschiede der I 4.0 in Europa und Japan durch Herrn John beschlossen die erfolgreiche Reise. Herr John: „Das Interesse der japanischen Unternehmen, speziell des Mittelstands, ist sehr groß, zusammen mit deutschen Unternehmen den Mehrwert der I 4.0 zu nutzen. Wir sollten die Nachfrage zu Kooperationen, speziell in den Märkten Automatisierung- und Medizintechnik nutzen, zumal die Deutsch-Japanische Kompatibilität ein hohes Maß an gemeinsamen Mindset zeigt. Mit dem Cluster und der Saitama Foundation for Business Creation stehen Organisationen zur Verfügung, die sowohl das gegenseitige Vertrauen haben als auch nachweislich Kooperationen zum Erfolg führen können.”